Willy Wimmer: Die USA sind nicht friedensfähig

Veröffentlicht am 19.02.2015

Februar 2015. Ehem. Bundestagsabgeordneter Willy Wimmer im Interview für KenFM über die Unfähigkeit der USA in einer friedvollen Welt gemeinsam mit anderen Nationen zu leben. Ein Ausschnitt.

Das komplette Interview: https://www.youtube.com/watch?v=c5j0V2NgBrM

Das Interview ist in weiten Teilen eine Besprechung des Buches „Wiederkehr der Hasardeure: Schattenstrategen, Kriegstreiber, stille Profiteure 1914 und heute“ von Wolfgang Effenberger.

Friedensmahnwache Heidelberg, 12. Januar 2015

Links zu Videos und Informationen, die in unserem Video angesprochen wurden:

Andreas Popp: Droht eine Islamisierung oder eine US-Amerikanisierung Europas?

P E G I D A – Stress ohne Grund ?

Positionspapier der PEGIDA (.PDF)

RT-Deutsch: Bundesregierung verweigert Russland Stellungnahme zu Jazenjuks ARD-Interview

nachdenKEN über: Kollektiver Protest für den Frieden in Europa.

Veröffentlicht am 02.12.2014

Ist die lange Periode des Friedens in Europa vorbei? Wird Krieg auf diesem Kontinent wieder ein legitimes Mittel um politische oder besser wirtschaftliche Interessen durchzusetzen?

Nimmt man den immer noch auf Kollision gebürsteten Kurs der NATO genauer unter die Lupe, muss man erkennen, von Entwarnung kann noch immer nicht die Rede sein. Im Gegenteil.

Die Krim-Krise war nur der Anfang.

Im Zuge der NATO-Osterweiterung wird alles daran gesetzt, um über den Hebel Ukraine auch die Russische Föderation in die Knie zu zwingen. Das geschieht aktuell durch Sanktionen und einen massiv manipulierten Ölpreis der Putins Staatshaushalt ruinieren soll. Die OPEC wurde wie schon in den 80iger unter Ronald Reagan zur Waffe umfunktioniert.

Sieht so Entspannungspolitik aus?

Ist auch der Kotau der Bundesregierung vor einer Politik die von Washington vorgegeben wirklich wird im Interesse unsers Landes?
Wo würde der nicht mehr auszuschließende militärische Konflikt mit Russland denn stattfinden?

In Europa!

Angela Merkel glänzt in den letzten Monaten als eine Frau die das, was aus den USA an Propaganda gegen Moskau vorgebracht wird, bestätigt aber nicht ergänzt. Sie betet nach.

Ganz anders der Bundespräsident. Er missbraucht sein Amt. Der gelernte Pfarrer ist längt zum Militärprediger verkommen und lässt keine Möglichkeit aus gegen Russland front zu machen.
Gauck spricht lieber vor der NATO-Sicherheitskonferenz als mit den Köpfen der Friedensbewegung.

Alte und neue Friedensbewegung, als auch Teile der Linken wollen sich das nicht mehr gefallen lassen. In einem gemeinsamen Aufruf konnten sie sich auf den 13.12.2014 verständigen, um an diesem Tage vor dem Schloss Bellevue gegen den kriegstreibenden Bundespräsidenten und seine verbale Generalmobilmachung zu protestieren.

Eine Demonstration vor dem Amtssitz des Bundespräsidenten hat es in der Geschichte der Republik noch nie gegeben. Aus gutem Grund. Die Lage ist ernst, was sich auch an der langen Liste der Unterzeichner des Friedenaufrufes zeigt.

Mit dabei sind u.a. Konstantin Wecker, Reinhard Mey, Reiner Braun, Albrecht Müller, Evelyn Hecht-Galinski, Ken Jebsen und Sahra Wagenknecht.

Die Demonstration beginnt am 13.12. am Hauptbahnhof und führt durch das Regierungsviertel. Sie endet vor Schloss Bellevue.
Hier wird final Eugen Drewermann eine Rede für den Frieden und gegen den Kriegskurs dieses Landes halten.

Zeige auch DU Gesicht. Komm auch DU nach Berlin. Setze auch DU ein Zeichen für den Frieden und gegen den Krieg. Werde auch DU Aktivist. Aktivist, wer aktiv ist.

Diplomatie zwischen Krieg und Frieden

Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg.
Krieg, so sagt man, dokumentiert das Versagen der Diplomatie. Diplomatie ist wahrlich eine Kunst und sie findet statt in der Praxis des Verhandelns zwischen einzelnen Menschen oder Bevollmächtigten verschiedener Gruppen oder Nationen.
Letztendlich strebt sie nach einvernehmlichen Lösungen, die dem Wohl aller beteiligten Seiten dienen und sie dient damit dem Frieden.

Wie gut oder schlecht Menschen diese Kunst der Diplomatie beherrschen, lässt sich an der langen Liste von Kriegen ablesen. So gesehen scheint Gewalt ein allzu oft angewendetes Mittel der Konfliktbereinigung zu sein.
Die Gründe hierfür dürften darin zu finden sein, dass mangelnde Kompromissbereitschaft, Missverständnisse und Schwächen in der Kommunikation, egoistisches Denken und Angst vor Übervorteilung einvernehmliche Lösungen verhindern.
Diese genannten Gründe dürften jedem Einzelnen aus dem Fundus der eigenen Erfahrung im Umgang mit sich selbst und mit anderen Menschen mehr oder weniger schmerzlich bekannt sein. Das bedeutet, dass die vielen Entscheidungen auf der breiten Skala zwischen Krieg und Frieden nicht nur auf der Ebene der großen Politik getroffen werden, sondern im Alltag eines jeden Individuums.

Hermetisches Gedankengut, das u.A. durch das Buch „Kybalion“ populär wurde, beschreibt das Prinzip der Analogie:
„Wie oben so unten, wie innen so außen…“. Demnach spiegeln sich die Verhältnisse im Mikrokosmos im Makrokosmos wider. Für den umgekehrten Fall gilt dasselbe.
Äußere Verhältnisse sind der Spiegel dessen, was Menschen repräsentieren.

Vergleichbare Gedanken findet man in den Forschungen zum Modell des „Holographischen Universums“, dessen Entwickler der Physiker David Bohm war. Verkürzt ausgedrückt ist in jedem Teil des Ganzen wiederum das Ganze  enthalten.

Verändern sich die Teile des Ganzen, verändert sich das Ganze.

„Gesellschaft“ ist ein abstraktes Konzept. Sie entsteht aus der Summe ähnlich denkender und handelnder Individuen.
Eine Gesellschaft zu verändern würde demnach konsequenterweise bedeuten, dass sich die jeweiligen Individuen verändern.

Hier ist der Punkt, um auf Diplomatie zurück zu kommen:
Wie diplomatisch gehe ich mit mir selbst um?
Welchen Krieg fechte ich mit mir selbst aus?
Welche Aspekte meiner Selbst stehen sich feindlich gegenüber?
Wie diplomatisch gehe ich mit meinen Mitmenschen um?
Welche Kriege fechte ich mit meinen Mitmenschen aus, ob in der Familie, im Freundeskreis oder im beruflichen Alltag?

Wieviel Frieden oder Krieg geht von mir selbst aus? Was spiegelt sich von meinem Denken und Handeln in der äußeren Welt wider?
Welche von außen stammenden friedlichen oder kriegerischen Gedanken habe ich mir zu eigen gemacht?

In den Antworten zu diesen Fragen und in den Konsequenzen, die ich daraus ziehe, liegt die Entscheidung für Krieg oder für Frieden.

Micha.

nachdenKEN über: Weichen stellen für den Frieden!

Veröffentlicht am 19.10.2014

Wenn Lokführer und Piloten die Arbeit niederlegen, haben sie dafür in der Regel nur ein Motiv. Sie wollen besser bezahlt werden. Diese Forderung ist ihr gutes Recht, und sie sind bereit, dafür das halbe Land lahmzulegen. Wenn die deutsche Regierung als Teil des NATO-Clubs alles daran setzt, um in immer neuen Regionen der Welt deutsche Soldaten zur Waffe greifen zu lassen, bleibt es hingegen erstaunlich ruhig in der Republik. Womit könnte das zutun haben? Fühlt sich der Einzelne etwa nicht zuständig? Wären nur Soldaten betroffen, wenn es übermorgen wieder zu einer Generalmobilmachung käme? Natürlich nicht!

Genau wie eine verbesserte Bezahlung und fairere Arbeitszeiten für Lokführer und Piloten unter’m Strich dabei helfen, menschliches Versagen zu reduzieren, würde der Kampf des einzelnen Demokraten für den Frieden in Europa und darüber hinaus, nicht nur diejenigen betreffen, die unmittelbar zur Waffe greifen müssten, wenn der Marsch-Befehl kommt.

Diese Regierung handelt fahrlässig, wenn sie sich den ständig sich ausweitenden Kriegsplänen Washingtons bedingungslos anschließt. Wenn die NATO, die mal als Verteidigungsbündnis geplant war, zu einem Club der Kriegstreiber verändert hat, sind alle, die davon betroffen sind, aus der Vergangenheit des eigenen Landes zu lernen und sich diesem Wahnsinn entgegen zu stellen, bevor es zu spät ist.

Dass das Wort Pazifist heute fast schon als Schimpfwort gilt, haben wir auch den nahezu gleich geschalteten Massenmedien zu verdanken, auf die wir uns immer weniger verlassen können. WO ARD & ZDF draufsteht, ist immer häufiger Propaganda drin. Mit dem Zweiten sieht man eben schon lange nicht besser, aber definitiv in die Röhre, wenn deutsche Soldaten in Kadaver-Bags den Heimweg aus den Kampfregionen antreten. Die Gründe für einen Generalstreik sind unübersehbar. Auch, oder gerade weil der Generalstreik, anders als beispielsweise in Frankreich, in der BRD verboten ist, wird es höchste Zeit, hier kollektiv zivilen Ungehorsam zu zeigen. Ein Land, dessen Regierung derart gegen den Willen der Bevölkerung agiert, in dem es zum Beispiel den Streit mit Russland sucht bzw. sich wegduckt, wenn der große amerikanische Bruder dies tut, schadet sich selbst und seiner Bevölkerung, wenn es diesem Treiben in blindem Gehorsam zuschaut.

Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun.
„Nichts tun“ kann allerdings auch zum Protest-Mittel des Volkes werden, wenn dieses Nichts-Tun ein ganzes Land lahmlegt. Um den eingeschlagenen Kurs der Regierung zu stoppen. Wer jetzt die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat, lässt sich zum Mittäter machen.