Du bist gefragt!

Seit mehr als einem Jahr stehen wir auf der Straße, um uns für den Welt-Frieden zu engagieren.

Für die vergangenen Jahrzehnte war es allgemeiner Konsens, dass Politik allein von Parlamentsbänken aus gemacht werden muss, und dass die öffentlichen Medien als unabhängige und freie Instanzen als vertrauenswürdige Meinungsbildner und zuverlässige Vermittler zwischen Bürgern und Parlamenten fungieren.
Betrachtet man die politische und gesellschaftliche Entwicklung, muss man wohl an der Ultima Ratio einer Alleinverantwortlichkeit auf Regierungsseite zweifeln!

Die Entwicklung deutet auf Ziele hin, die einer Zentralisierung von Macht und Besitz im Interesse Weniger und zu Lasten der großen Mehrheit der Weltbevölkerung dienen.
Diese Ziele werden in den öffentlichen Medien so nicht formuliert. Das ist kein Wunder, denn die meisten der machtlüsternen und nimmersatten Klientel wissen ohnehin wohin die Reise gehen soll. Die Vielen, welche die Last der Entwicklung tragen, sollen es nicht wissen. Sie würden es spät genug erfahren und erleben.

Die Zeit ist überreif, der Entwicklung ins Auge zu sehen und zu erkennen was korrigiert werden muss.
Viele werden sagen, es sei Zeit korrupte Regierungen zu verjagen und gegen neue integere auszutauschen. Aber würden wir damit nicht eine weitere Runde der Verantwortungsverschiebung an Köpfe einläuten, die in der langen politischen Geschichte der Menschheit immer wieder bewiesen hatten, dass es vielen von ihnen vorrangig um Karriere und Macht geht?

Ich will mal nicht so hart sein – auch Politiker sind Menschen mit Stärken und Schwächen. Und Menschen sind korrumpierbar. Der Eine mehr. Der Andere weniger.

Ganz sicher ist es sinnvoller, sehr viel weniger zentralistisch zu denken. Wo Macht und Besitz zentralisiert werden, da ist die Korruption nicht weit.
Vielleicht sollten wir uns ganz schnell mit dem Gedanken anfreunden, dass wir Menschen eigentlich die Politiker sind, auf die die Verantwortung schon so lange wartet.
Ich weiß, Verantwortung ist ein schwergewichtiges Wort. Und was Gewicht hat, kann eine Last sein. Das dürfte auch der Grund sein, warum wir so unwillig sind sie zu tragen. Aber Freiheit, Wohlstand, Gerechtigkeit und Frieden haben einen Preis. Er heißt Verantwortung.

Wer Verantwortung übernimmt, kommt weder um sein Gewissen herum, noch um die Wachheit seines Geistes. Wer Verantwortung übernimmt braucht die Werkzeuge eines mitfühlenden Herzens und die Klarheit des Verstandes und er wird es sich nicht mehr erlauben können zu verurteilen und den Finger auf andere zu richten.
Zeigt einer meiner Finger auf andere, zeigen die anderen vier Finger auf mich selbst.

Ich erinnere mich an die Zeit, als meine Söhne noch sehr klein waren. Wenn sie nicht schlafen wollten, habe ich ihnen Geschichten vorgelesen, die ihnen ihre unruhigen Gedanken nahmen. Wenn sie unzufrieden waren, habe ich sie mit neuen Spielsachen abgelenkt.
Ich benutze das als Metapher für die Situation, in der wir uns als Menschheit befinden. Wir haben es zugelassen, dass um uns herum ein System entstand, das uns mit Illusionen schläfrig macht und unsere gärenden Zweifel mit immer neuen Spielsachen betäubt.
Wir haben uns dabei zu Verdrängungskünstlern und Lügnern gegen unsere eigene innere Weisheit entwickelt.
Wir haben sogar gerne gehört, wenn man uns als unwissend, inkompetent und fehlerhaft bezeichnete. Schließlich konnten wir dadurch die Last der Verantwortung an diejenigen abgeben, die es besser wussten.

“Dich klein zu machen nützt der Welt nicht….”, sagte der süafrikanische Freiheitskämpfer Nelson Mandela in einer seiner brillantesten Reden. Und er sagte auch: „Unsere tiefste Angst ist es nicht, ungenügend zu sein. Unsere tiefste Angst ist es, dass wir über alle Maßen kraftvoll sind….”
Diese Kraft sollte uns zu Entscheidungen beflügeln, zu Mut für mehr Gemeinsamkeit und Kooperation, anstatt uns gleichgültig vom Schicksal treiben zu lassen.

Der Schriftsteller, Psychologe und Psychoanalytiker Arno Gruen sagte: “Wir leben in einer Welt, in der wir zunehmend aufeinander angewiesen sind und zunehmend gegeneinander handeln…”
Ich denke, er hat damit den Grad unserer geistigen Dissonanz sehr gut getroffen.

Wir haben es in der Hand. Wir können alles erreichen, wenn wir nur bereit sind, die Verantwortung für uns selbst und für die Welt, in der wir leben, zu übernehmen und mutig und gemeinschaftlich zu handeln.

Du bist die Welt! Jeder Einzelne! Du bist verantwortlich! Du bist gefragt, dein Potential einzubringen!

Micha.

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Euronews: Interview mit Noam Chomsky zur Lage der Welt

Veröffentlicht am 17.04.2015

Er ist ein Superstar in der Welt der Intellektuellen, ein überaus produktiver Autor und selbst ernannter Anarchist, der auch mit 86 Jahren nicht kürzer tritt. Er prangert immer noch Unrecht an, dabei hat er im Allgemeinen den Westen in der Schusslinie. Ich habe mich in die Vereinigten Staaten aufgemacht, um mich mit Noam Chomsky zu treffen. Wir führten das Interview in seinem Büro am Massachusetts Institute of Technology.

Gedanken zur ZDF-Doku „Mensch Putin“ vom 17.02.15

Die Dokumentation über Wladimir Putin, die zur besten Sendezeit im ZDF ausgestrahlt wurde, hat es in sich.
Sie folgt den bewährten Strategien der Propaganda, die schon zur Vorbereitung früherer Konflikte in Irak, Syrien, Libyen, usw. angewendet wurden. Subtil bis offensiv wird von einem Menschen ein Portrait gezeichnet, das mit Vokabeln gefärbt wird, die über Jahre der Berichterstattung mit Angst-Szenarien verbunden wurden.

Hier ist der offizielle Link zum Beitrag in der ZDF-Mediathek:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2341864/Mensch-Putin%2521#/beitrag/video/2341864/Mensch-Putin!

Hier ein Video-Kommentar als Antwort auf den Beitrag des ZDF:

KenFM im Gespräch mit: Prof. Dr. Rainer Rothfuß (Uni Tübingen)

Veröffentlicht am 05.02.2015

„Wenn man weiß, wer der Böse ist, hat der Tag Struktur.“

Dieser Satz stammt von einem der bekanntesten politischen Kabarettisten des Landes, Volker Pispers und führt immer zu garantierten Lachern im Publikum. Dabei handelt es sich bei diesem Satz keineswegs um einen Gag, sondern um eine schlichte Bestandsaufnahme der menschlichen Psyche.

Menschen, fast alle und fast überall, haben ein Feindbild. Bei einigen wird dieses täglich sichtbar zu schau getragen und prägt das tägliche Verhalten, andere hingegen gehen davon aus, ihre hohe Bildung wäre ein Garant, um nicht selber Opfer des eigenen Feindbildes zu werden.

Dies ist ein Irrtum. Feindbilder sind oft derart tief in uns verankert und werden, kaum sind wir auf der Welt, von unserem Umfeld derart subtil vermittelt, dass sie auch für Menschen, die auf diesem Gebiet sehr sensibel sind, fast unsichtbar sind.

Feindbilder haben eine Funktion. Vor allem, wenn man Macht ausüben will. Feindbilder sorgen dafür, Massen zu lenken. Daher ist das Kreieren von Feindbildern die Voraussetzung, wenn man plant, einen Krieg zu beginnen. Vor allem, wenn man es bei der eigenen Bevölkerung mit Menschen zu tun hat, die Krieg vollständig ablehnen. Und doch ist niemand sicher davor, in Mitleidenschaft gezogen zu werden, wenn in seinem Umfeld ein frisch gezimmertes Feindbild greift.

Schon Joseph Goebbels empfahl, über den Hebel „Feindbild“ auch die Pazifisten in einem Volk mental fit für den Krieg zu machen. Alles, was man tun müsse, sei einen äußeren Feind zu erfinden, und jeden, der diesen Feind nicht bestätigen würde, als Vaterlandsverräter zu brandmarken. Diesem sozialen Druck würde jeder Pazifist früher oder später nachgeben. Ein massiv vermitteltes Feindbild hat also enorme Kraft und ist in der Lage, selbst Weltkriege der Bevölkerung schmackhaft zu machen.

Aus diesem Grund sind Feindbilder und deren Genese immer auch Forschungsgegenstand an Universitäten. Feindbilder kann man aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln untersuchen. Aus der Sicht der Psychologie natürlich, aber eben auch im Hinblick, wie Feindbilder in der Geschichte der Menschheit immer wieder variieren. Wie sie in unterschiedlichen Kulturen unterschiedlich eingesetzt werden.

Prof. Dr. Rainer Rothfuß arbeitet seit vielen Jahren an der Universität Tübingen im Forschungsbereich Geowissenschaften. In dieser Funktion organisiert er immer wieder Vortragsreihen, die sich mit Feindbildern beschäftigten.

Rothfuß untersuchte z.B. schlicht die Tatsache, dass die Intoleranz weltweit massiv zunimmt. Der „Clash of Civilizations“ in etwa kann Teil eines geopolitisch bewusst gewählten Konfrontationskurses sein, bei dem es im Kern um Bodenschätze geht. Aber auch religiös motivierte Kriege nehmen zu. Wo immer unterschiedliche Kulturräume aufeinander prallen, kommt es zu Spannungen.

Nur wie will der Mensch mit diesen Konflikten in Zukunft umgehen?
Ist die klassische Form, Krieg, noch eine Option auf einem Planeten, auf dem immer mehr Staaten über Kernwaffen verfügen?

Der Forschungsgegenstand der „Feindbildgenese“ ist hochaktuell und immens wichtig, um das Überleben der Menschheit auf diesem Planeten zu sichern.

Gerade daher erstaunte die Tatsache, dass Prof. Dr. Rainer Rothfuß im Rahmen dieser Forschung immer wieder Probleme aus dem eigenen Haus bekam.

Als er Ende 2014 im Rahmen seiner Forschung Wladimir Michailowitsch Grinin, Botschafter der Russischen Föderation, einlud, um dessen Sicht auf die Krim-Krise zu hören – sein Vortrag trug die Überschrift „Wege in eine partnerschaftliche Beziehung zwischen Ost und West: Die Perspektive Russlands“ – begann es im Lehrkörper der Uni Tübingen heftig zu brodeln.

Dieses Brodeln entwickelte sich zu einem heftigen Überkochen, als Rothfuß darauf bestand, auch den Schweizer Historiker Dr. Daniele Ganser einzuladen. Sein Vortrag, den KenFM Anfang Februar veröffentlichte, trug den Titel „Die Terroranschläge vom 11. September 2001 und der „Clash of Civilizations“: Warum die Friedensforschung medial vermittelte Feindbilder hinterfragen muss“.

Die gesamte Vortragsreihe von Rotfuß war extrem erfolgreich.
http://www.tuepps.de/events/view/date…

Dennoch wird sich der Mann endgültig von der UNI-Tübingen verabschieden. Er kann es nicht länger hinnehmen, dass an deutschen Universitäten Forschung, wenn diese gesellschaftspolitisch brisant ist, behindert wird.

Wir trafen Prof. Dr. Rainer Rothfuß am 15.12. in Tübingen, um mit ihm nach dem Vortrag von Daniele Ganser ein Interview über die Motive seiner Arbeit zu führen.

Obwohl das Gespräch nachts um zwei Uhr geführt wurde, erlebten wir einen extrem wachen Geist, der vor die Entscheidung gestellt, moralisch einzuknicken und Karriere machen oder Rückgrat bewahren und einen Knick der Karriereleiter hinzunehmen, nie auf die Idee kommen würde, die eigenen Ideale die der Geisteswissenschaften zu verraten.

Georg Schramm – Warum nicht! (Motivationsrede)

(Auch) ein sehenswertes Video von Georg Schramm,.
Er spricht hier über Motivation!
Ich möchte seinen Beitrag für mich hier auf die Friedensarbeit übertragen, die nicht nur jetzt in unseren Tagen so unerhört wichtig ist!
Es sollte darum gehen, dass sich JEDE(R) dazu aufgerufen fühlt daran mitzuwirken, weil Frieden in der Welt bei jedem Einzelnen beginnt.
Um etwas zu bewegen, braucht es Kraft, die man in sich selbst spüren muss. Es braucht den Glauben an sich selbst.

Vera Birkenbihl: Wie funktioniert dein Kopf?

Ein sehr interessanter Beitrag (17.12.2010) der Managementtrainerin Vera Birkenbihl.
Es geht um die Organisation unserer Hirn-Bereiche, um Vorstellung und Wirklichkeit und –  besonders interessant im Hinblick auf persönliche Realitätsgestaltung (einschließlich Frieden) – um Sprache und deren Bedeutung und Wirkung.