Ken Jebsen im Interview: Ich habe nie soviel Angst erlebt

Veröffentlicht am 20.03.2015

Ken Jebsen spricht in einem exklusiv Interview darüber, warum wir alle uns mehr engagieren sollten! Der Krieg in Europa und Irak sollte nicht nur der Welt, sondern besonders den europäischen Bürgern ein lautes und deutliches Warnsignal sein! ZEIT FÜR FRIEDEN!

NEUE FRIEDENSBEWEGUNG 2.0:
https://www.youtube.com/watch?v=hAPfO…

PEACEPARTY IN BERLIN:
https://www.youtube.com/watch?v=UyBe1…

Ken Jebsen – Haben wir nichts gelernt? (2015):
https://www.youtube.com/watch?v=Fr3yb…

Tommy Hansen – Ich habe keine Angst (2015):
https://www.youtube.com/watch?v=WDGaJ…

Friedensdemonstration „Friedenswinter“ in Berlin 13.12.14 – Mein Eindruck

Veröffentlicht am 14.12.2014

Ich war mit meinen Freunden auf der Friedensdemonstration „Friedenswinter“ am 13.12.14 in Berlin. Wir sind hingefahren, weil wir natürlich für Frieden im Allgemeinen sind, aber auch, weil wir neugierig waren, wer eigentlich dort hingeht, wenn in den Medien von Spinnern, Rechtsextremen,

Viktor Seibel (Mahnwache Kassel) im Gespräch bei Anna-News

Veröffentlicht am 18.11.2014

Viktor ist Mitgründer der Mahnwache in Kassel! In diesem Interview spricht er mit Anastasia über die Friedensbewegung und seine Meinung über deutsche Medien und den Krieg in der Ukraine!

Mahnwache Kassel:
http://www.mahnwache-kassel.de/
Anna News auf Deutsch:
http://www.anna-news.info/deutsch
Anna News auf Facebook:
https://www.facebook.com/AnnaNewsAufD…
Anna News auf Youtube:
https://www.youtube.com/AnnaNewsAufDe…

Die Chemie stimmt ! :) Alte und neue Friedensbewegung nähern sich einander an

Ein Beitrag vom 19. September 2014 auf dem Portal von https://mahnwache.info/

Link zur Quelle: https://www.mahnwache.info/index.php/inhalt/ueberregional/item/34-die-chemie-stimmt-alte-und-neue-friedensbewegung-naehern-sich-einander-an

Für viele vollkommen unerwartet erschien die Tageszeitung „Neues Deutschland“ heute am 29. August 2014 mit der Schlagzeile „Die Chemie stimmt – Alte und neue Friedensbewegung nähern sich einander an“. Im Vorfeld des Antikriegstages veröffentlicht die Zeitung auf den Seiten 2 und 3 dazu außerdem ein sehr umfassendes Interview.
Reich bebildert wird in einer auch für das ND völlig neuen Form über die Montagsmahnwachen, aber auch über das Verhältnis zwischen neuer und alter Friedensbewegung diskutiert und berichtet.
Ich muss nicht betonen, dass mich dies außerordentlich freut. Denn damit wird nun auch bundesweit ein Signal für einen solidarischen Dialog, aber auch für gemeinsame Aktionen von „alter“ und „neuer“ Friedensbewegung gesetzt. Dafür haben wir auch in Hamburg einen ganz kleinen Anteil mit erbracht. Und auch das freut mich natürlich außerordentlich.
Da der Beitrag im ND bisher Online nur für Abo-Kunden lesbar ist, für uns in der Friedensbewegung aber eine große Bedeutung hat, habe ich mir erlaubt diese Abschrift anzufertigen – Andreas Grünwald, Hamburg
[Tageszeitung „Neues Deutschland“ vom 29. August 2014]

Berlin. Individuen, die an sogenannte Chemtrails glauben – dass also die Kondensstreifen von Flugzeugen giftige Chemikalien enthalten, die Böses über die Menschheit bringen – , sind nicht das größte Problem der Montagsdemonstrationen für Frieden. Schlimmere Verschwörungstheoretiker, Antisemiten, Rechtspopulisten und Nazis wurden bei diesen Veranstaltungen gesichtet, nebst vielen Menschen, die mit den Kategorien links und rechts nichts anfangen können oder wollen. »Dubios« fand das zunächst etwa Reiner Braun, Sprecher der Friedenskooperation und langjähriger Mitstreiter in der traditionellen Friedensbewegung. Inzwischen tritt er selbst als Redner bei Montagsdemonstrationen auf. Eine Distanzierung der Veranstalter von Rechtsradikalismus und Antisemitismus trug zu seinem Sinneswandel bei, vor allem aber »junge Leute, die nach Alternativen suchen, für die Gesellschaft, aber auch für sich selbst«. Auch Lea Frings von der LINKEN und Pedram Shahyar von Attac sind der Ansicht, dass die neue Bewegung Unterstützung verdient und man ihre Teilnehmer mit Argumenten für sich gewinnen muss.
Tatsächlich hatten die Montagsdemonstrationen zeitweise deutlich mehr Zulauf als die alte Friedensbewegung, trotz der kriegerischen Konflikte in aller Welt. »Unsere Angebote sind nicht attraktiv für sie«, stellt Braun selbstkritisch fest. Wie also gewinnt man all jene für sich, die Kriege und Waffenexporte ablehnen und der Berichterstattung im Medienmainstream nicht trauen? Wie ist eine neue Öffnung der Friedensbewegung zu erreichen und wie weit darf diese gehen?

»Frieden gehört nicht der Linken

Drei Kriegsgegner über verlorene Breite der Friedensbewegung, nötige Öffnungen und gebotene Abgrenzungen (Neues Deutschland, 29.08.2014)

Die Welt befindet sich im Krieg. Doch wo ist die Friedensbewegung? Die alte gelähmt nach jahrelangen Niederlagen und die neue für die alte ungenießbar. Soll das so weitergehen? Ein Gespräch im Vorfeld des Antikriegstags mit dem Sprecher der Friedenskooperation, der seine ablehnende Meinung über die Montagsmahnwachen geändert hat und mit zwei Linken, die hartnäckig dabei bleiben, dass diese neue Bewegung Unterstützung verdient. Nachgefragt hat Ines Wallrodt.

Reiner Braun, Sie haben sich an­fangs scharf von den neuen »dubi­osen« Mahnwachen für den Frieden distanziert. Jetzt treten Sie selbst dort als Redner auf. Woher der Sinneswandel?

Reiner Braun: Ich habe mir die Mahnwachen genauer angesehen und meine Meinung korrigiert. Die klar formulierte Ablehnung von Rechts­radikalismus und Antisemitismus un­ter anderem durch die Erklärung von Weitersroda hat mir dieses erleichtert. Ich sehe da vor allem junge Leu­te, die nach Alternativen suchen, für die Gesellschaft, aber auch für sich selbst. Diese Suche umfasst Frieden mit anderen Menschen, mit der Na­tur und mit den Tieren. Die Montagsmahnwachen sind eine hochin­teressante Verbindung zwischen In­formation, Aufklärung, Nachdenken und Protest.

Demonstrationen eben.

Braun: Nein, die sind etwas Neues. Wer dahin geht, will zuhören. Bei klassischen Friedensdemos sind die Kundgebungen das Langweiligste. Zwei Drittel der Teilnehmer hört nicht hin. Bei den Montagsmahnwachen wurde mir mit großer Aufmerksam­keit zugehört. Die Menschen kom­men aus einem Gefühl, dass diese ganze Kriegspropaganda irgendwie nicht stimmt, und suchen nach In­formationen, die ihre gefühlsmäßige Empörung unterfüttern. Das müssen wir unbedingt ernst nehmen. Jegli­che sektiererische Trennlinie, die sie in die Schmuddelecke stellt, halte ich für falsch.

Ist es für diese Einsicht nicht zu spät? Die Beteiligung an den Mahnwachen sinkt.

Braun: Nicht überall. Schwankungen sind normal. Im Herbst könnte es sogar wieder einen Aufschwung geben, weil die Bedrohungen für den Frieden eher zu- als abnehmen werden. Ich wünsche mir auch nicht, dass die Mahnwachen einschlafen. Wir müssen nachdenken, wie man zu vernünftigen Synergieeffekten kommt.

Pedram Shahyar: Sicher kann man nie sein. Aber im April dachten viele, die werden die Fußball-WM nicht überleben, dann kam der Hochsom­mer. Jetzt denke ich, solange das Kriegsthema so aktuell bleibt, wer­den Menschen kommen. Die Kriege kommen ja auch immer näher. Schon weil Deutschland ein aktiver Teil da­bei ist. Das macht vielen Angst. Frie­den wird das große Thema der nächs­ten Jahre.

Allerdings war die selbst erklärte neue Bewegung auch noch nie deut­lich größer als die alte.

Shahyar: Das stimmt. Aber es gibt jetzt seit 20 Wochen Mahnwachen in über 100 Städten. Und überall gehö­ren mehr Leute dazu, als auf der Stra­ße sind. Im Netz hat die Bewegung eine aktive Reichweite von locker 100 000 Leuten.

Braun: Anfang Juli waren in Berlin 300 Leute bei der Mahnwache. Das möchte ich mal wieder bei uns hin kriegen, 300 Leute am Montag im Sommer während der WM und der Ferienzeit.

Warum gehen diese Leute nicht zu Veranstaltungen der klassischen Friedensbewegung, wenn sie so ein großes Bedürfnis nach Argumenten haben?

Braun: Weil unsere Angebote nicht attraktiv für sie sind. Weil wir zu stark »nach innen« gerichtet sind. Wir sind nicht offen genug, um neue Men­schen anzuziehen. Wir glauben, be­reits alles zu wissen, und machen uns nicht die Mühe, durch andere Zu­gänge noch einmal darüber nachzu­denken. Die Friedensbewegung war da schon mal weiter. Als wir Anfang der 80er Jahre Unterschriften für den Krefelder Appell sammelten, reagierten viele Menschen mit dem Spruch: Geh doch nach drüben. Es war mühsam, aber wir haben mit denen diskutiert. Und da müssen wir wieder hin.

Lea Frings: In meiner Partei wird immer wieder über die notwendige Verbindung zu Bewegungen gesprochen. Auch die Politikverdrossenheit und die schwache Bereitschaft der Bürger, Proteste auf die Straße zu tragen, sind oft Thema. Nun sind dort Menschen auf der Straße – viele von ihnen haben sich vorher noch nie po­litisch engagiert. Da können wir nicht erwarten, dass sie sofort aus linker Sicht alles richtig machen. Die Ver­urteilungen der Mahnwachen durch Parteibeschlüsse – quasi vom Sit­zungstisch aus – sind ein Fehler, der revidiert werden muss. Die LINKE sollte sich stärker engagieren und versuchen, mit den Menschen ge­meinsam Antworten auf die gestell­ten Fragen zu finden, auch wenn das anstrengend sein kann, anstrengen­der jedenfalls, als einfach alle pau­schal zu verurteilen.

Shahyar: Ein Großteil der Menschen in Deutschland fühlt sich von beste­henden Institutionen nicht mehr re­präsentiert. Dieses Misstrauen schließt die gesellschaftliche Linke ein, weil die oft dieselbe Politikform und dieselbe Sprache pflegt wie die etablierten Parteien. Die Mahnwa­chen sind attraktiv, weil sie nieman­dem gehören.

Und wohl, weil sie sich politisch we­nig festlegen. Viele Teilnehmer leh­nen die Kategorien links und rechts explizit ab, was zuweilen zu einer zu großen Aufgeschlossenheit gegen­über rechten Positionen führt.

Frings: Ich würde es eher Unwissen­heit nennen. Viele wissen nicht, was Anknüpfungspunkte nach rechts sind. Ich bin das erste Mal nur zu der Mahnwache in Berlin gegangen, um mir die sogenannten Neurechten mal anzuschauen, von denen immer die Rede war. Aber die fand ich dort gar nicht, sondern normale Leute, die an gefangen haben, sich durchaus richtige Fragen zu stellen. Nicht Immer Nicht immer mit den perfekten Begriffen, das stimmt. Diese Leute haben völlig unbedarft Fragen gestellt. Und das hat man gegen sie verwendet. Ich habe mich in der Verpflichtung gefühlt zu vermitteln und darauf hinzuweisen, wo die Gefahren liegen, was missbraucht werden kann.

Worüber reden Sie selbst bei den Demos?

Frings: Über Kapitalismus – wie er Kriege befördert, die Auswirkungen im Alltagsleben, in der Wirtschaft, in der Rüstungspolitik, in der Produkti­on unserer Nahrungsmittel und Kon­sumgüter.

Shahyar: Die Ablehnung einer poli­tischen Einordnung ist nicht rechts. Ich sehe die Montagsdemos vor dem Hintergrund der neuen globalen Be­wegungen, auf dem Tahrir-Platz in Kairo, auf dem Syntagma-Platz in Athen, die Indignados in Spanien, Occupy Wallstreet. Das sind alles Be­wegungen, die sich nicht mehr in das klassische Links-Rechts-Schema einordnen und das zum Teil wie die In­dignados sogar dezidiert zurückwei­sen.

Braun: Pedram macht etwas neu, was nicht neu ist. Soziale Bewegungen sind oft nicht in dem Links-Rechts- Schema zu verorten. Die Umweltbe­wegung war in ihren Anfängen nicht ausschließlich links und ist es bis heu­te nicht. Die Friedensbewegung der 80er Jahre wäre ohne die Konserva­tiven wie General Gert Bastian, der 1980/81 noch CDU-Mitglied war, oder Alfred Mechtersheimer un­denkbar gewesen. Die Friedensbe­wegung nach 1945 war ebenfalls kei­ne linke Bewegung, jedenfalls nicht, solange sie eine gesellschaftliche Breite hatte. Linke haben in ihr aus ihrer Geschichte heraus eine wichti­ge Rolle gespielt. Aber Nationalkon­servative wie Graf von Westphalen und Wilhelm Elfes waren ebenfalls Teil dieser Bewegung. In der Frie­densbewegung der 80er Jahre, die heute immer als so sauber und rein mystifiziert wird, waren auch viele »Spirituelle und Esoteriker« dabei. Aber die waren nicht so relevant, weil eine politische Programmatik stärker vorhanden war als jetzt bei den Montagsmahnwachen. Und in der Tat tauchten immer auch Rechtsradikale in sozialen Bewegungen auf. Bei den Afghanistan-Protesten 2001 haben wir die NPD bei den Demonstrationen rausgeschmissen.

Lea Frings stellt die »normalen Leute« in den Vordergrund, die sie bei den Montagsmahnwachen getroffen hat. Aber es gibt auch die anderen – Leute, die Verschwörungstheorien verbreiten, nationalistische oder autoritäre Antworten auf Miss­stände geben. Auch sie haben Ap­plaus bekommen.

Shahyar: Sie spielen eine viel klei­nere Rolle als es nach den Medien­berichten scheint. Ich selbst bin dort hingegangen, weil ich Angst hatte, dass eine neue rechte Bewegung auf die Straße kommt. Aber was ich dort fand, passte nicht zu diesem media­len Bild. Der ganze Platz klatschte Beifall, als ein Redner Solidarität mit den Flüchtlingen am Oranienplatz forderte. Da dachte ich, ich kann nicht stehen lassen, dass man diese Leute als Rechte beschimpft.

Deshalb sind einige Rechtsradikale, die dort sind, kein Problem?

Shahyar: Doch. Aber es ist ein diffe­renzierender Blick auf diese Ver­sammlung nötig. Bei jeder spontanen Bewegungsdynamik versuchen Rechtsradikale aufzuspringen. Wenn die Linken ihre Beteiligung davon ab­hängig machen, ob irgendwo ein Rechter auf dem Platz ist, dann müs­sen sie Bewegungspolitik aufgeben. Bei den Hartz-IV-Demos war es viel dramatischer als jetzt. Da waren or­ganisierte Kameradschaften wirklich drin. Erst durch geschicktes Agieren der Leute vor Ort und dadurch, dass sich progressive und linke Kräfte ein­gebracht haben, war es möglich, die­se Kräfte hinauszudrängen. Das Spannende ist, dass die bei den Ukra­inemahnwachen gar nicht Fuß fassen konnten. Stattdessen werden Linke wie ich überallhin eingeladen. Zum Teil suchen die Mahnwachen vor Ort Hände ringend Leute von der klassi­schen Friedensbewegung als Redner. Ich könnte jeden Montag für die nächsten anderthalb Jahre durch die Republik reisen.

Es gibt auch Teilnehmer, die ver­breiten, die Linken machten die Be­wegung kaputt.

Shahyar: Das sind Einzelstimmen.

Frings: Natürlich sind da auch ein­zelne – sagen wir mal – »schwierige Personen«. Aber mir ist auf den De­mos nur ganz am Anfang mal ein Na­zi begegnet. Was nicht heißt, dass es sie dort gar nicht gibt. Sie wurden von den Medien ja quasi dazu eingela­den. Umso mehr spricht es aus mei­ner Sicht für die Mahnwachen, dass ihnen eine Verankerung nicht gelun­gen ist. Im Internet gibt es solche Kommentare öfter. Sie bilden aber nicht die Mahnwachenteilnehmerin­nen auf der Straße ab. Nur werden die, die im Netz am lautesten schrei­en, leider am meisten wahrgenom­men.

Müssten dann die anderen nicht doch ab und an mal lauter sein, da­mit es keine Missverständnisse gibt? Wer schweigt, stimmt zu, heißt es.

Braun: Mir geht es gar nicht um den einzelnen Rechtsradikalen, den kriegt man schon raus. Mir geht es um die rechtsradikalen Gedanken, die mei­ner Ansicht nach oft nicht erkannt werden. Aus Naivität und Unkennt­nis heraus wird mit Begriffen wie »Zins«, »Zionismus« oder »Souverä­nität« zu leichtfertig hantiert.

Frings: Ich würde die Leute nicht als naiv bezeichnen. Sie sind teilweise nicht so firm im Umgang mit Begrif­fen. Das ist ein feiner Unterschied. Und dann fallen Worte, die bei Lin­ken die Alarmglocken schrillen las­sen. Ich bin schon öfter nach einem Redner ans Mikro gegangen, um et­was gerade zu rücken. Das ist we­sentlich besser, als wenn man im Vorhinein interveniert und sagt: Der darf nicht reden.

Keinerlei Redeverbote?

Shahyar: Man muss vor allem argu­mentativ gewinnen. Die wenigsten linken Aktivisten sind es noch ge­wohnt, mit Positionen, die weiter rechts sind, zu diskutieren. Die Lin­ken heute gehen nicht mehr zu Nicht-Linken. Sie sind in der eigenen Szene verfangen. Nicht jeder, der sagt: »Die Zionisten sind Verbrecher«, ist per se ein Antisemit und Nazi. Das ist eine undifferenzierte und daher proble­matische Aussage. Darauf weise ich auch hin, aber ich versuche das mit .Argumenten zu entkräften. Wir müs­sen wieder lernen, mit Leuten auf Au­genhöhe zu reden, die nicht die glei­chen Diskussionen geführt, die gleichen Bücher gelesen und das gleiche Weltbild haben. Sonst werden wir die Gesellschaft nicht verändern.

Braun: Es gibt zu Recht bestimmte Denkverbote. Faschismus ist ein Ver­brechen, keine Meinung.

Shahyar: Richtig, aber erklärt man das oder sagt man nur, das ist ver­boten? Außerhalb der linken Wohlfühloase muss doch noch vieles dis­kutiert werden, weil es eben nicht selbstverständlich ist. Um den Un­terschied klar zu machen: In der Teaparty würde ich nicht mitarbeiten. Da ist ein reaktionär-rechter politischer Rahmen gesetzt. Die Montagsdemos sind offen.

Braun: Bestimmte Positionen sind untragbar. Auch Trennungen er­scheinen mir weiterhin notwendig. Und das muss deutlicher als bisher ar­tikuliert werden. Die Erklärung von Weitersroda war wichtig. Aber sie muss jetzt mit Leben gefüllt werden.

Shahyar: Das machen wir doch die ganze Zeit: Firewalls durchsetzen. Wir haben den pauschalen Antizio­nismus kritisiert und auf die antise­mitischen Gefahren bei der Kritik des Finanz- und Zinssystems hingewie­sen. Die größte Gefahr bei diesen Mahnwachen sehe ich dennoch wo­anders: Nämlich, dass eine nationa­listische Antwort auf den Imperialis­mus gegeben wird.

Das ist die Grenze, an der das Ge­spräch endet und man sagen darf: Das wollen wir hier nicht mehr hö­ren?

Braun: Die organisierten Rechtsra­dikalen kann man, auch wenn sie nur am Rande dabei sind, auch organi­siert bekämpfen. Reichsbürger werde ich nicht überzeugen. Ob eine diskursive Auseinandersetzung sinnvoll ist, kann daher nur situativ entschie­den werden.

Frings: Das Engagement einiger we­niger Linker hat schon dazu geführt, dass die Debatten mittlerweile um ei­niges sensibler geführt werden. Da­für habe ich in meinem Umfeld auch viel positives Feedback erhalten.

Shahyar: Leute, die einen humanis­tischen Grundkonsens verletzten, dürfen bei den meisten Mahnwachen nicht mehr auftreten. In einer de­zentralen Bewegung wird der Cha­rakter aber immer vor Ort entschie­den.

Wie breit wünschen Sie sich die Friedensbewegung in Deutschland?

Shahyar: Ich bin ein Linker. Aber Frieden gehört nicht der Linken. Das ist eine Forderung für die gesamte Gesellschaft. Ich sage es ganz klar: In einer Friedensbewegung sind Rechtskonservative willkommen. Die sind wahrscheinlich gegen Einwanderung und sorgen sich um das deutsche Kul­turgut. Das teile ich nicht. Aber kon­servative Menschen, die sich als de­mokratische Rechte begreifen, mit denen möchte ich gemeinsam für Frieden eintreten.

Braun: Die Friedensbewegung ist keine antikapitalistische Bewegung. Sie ist im Kern eine lebenserhaltende Bewegung. Konservative haben in der Friedensbewegung Platz, schon, um die politische Hegemonie der Kriegs­befürworter zu brechen. Die deutli­che Meinungsmehrheit gegen die Pershings kam in den 80er Jahren auch zustande, weil es in der CDU ei­ne Friedensinitiative gab.

Wie ist diese Breite der Friedensbe­wegung verloren gegangen?

Braun: Die gesellschaftliche Veren­gung ist eine Folge des großen poli­tischen Bruchs 1999, als Grüne und SPD in den Kosovokrieg gezogen sind. Sie haben sich damit aus der Friedensbewegung verabschiedet. Das hatte zwangsläufig eine Links­verschiebung zur Folge. Die schar­fen Auseinandersetzungen mit die­sen Überläufern haben ein Freund-Feind-Denken befördert. Die Ak­zeptanz von kritischen Positionen in der eigenen Bewegung ist seither ge­sunken. Wer ein bisschen abweicht, steht sofort unter dem Generalver­dacht »Überläufer«. Das ist subjektiv nachvollziehbar, hat aber zu einer ideologischen Closed-Shop-Politik geführt. Wer heute Gewerkschaften und Grüne zu einer Anti-Atomwaffen-Aktion einladen will, bekommt oft zu hören, mit Kriegstreibern ar­beite man nicht zusammen. Durch die Montagsmahnwachen wurden wir brutal darauf gestoßen, dass sich losgelöst von uns etwas Neues ent­wickelt.

Und nun hoffen Sie, dass Sie durch die neuen Montagsdemos wieder zu alter gesellschaftlicher Breite finden?

Braun: Meine Hoffnung ist, dass sich aus dem Neuen und dem, was die klassische Friedensbewegung einbringen kann, etwas entwickelt, das wirklich wieder als breite soziale Be­wegung in die Auseinandersetzun­gen um Krieg und Frieden in diesem Land eingreifen kann.

Wie genau wollen sie dahin kom­men? Bislang sind Ihre Mitstreiter in der Friedensbewegung längst nicht so entschieden wie Sie.

Braun: Ich wünsche mir über einen Austausch von Rednern gemeinsame Diskussionen. Ich könnte mir bei­spielsweise eine gemeinsame Akti­onswoche im nächsten Jahr anläss­lich von 60 Jahre NATO-Beitritt der Bundesrepublik vorstellen.

Shahyar: Wichtig ist Kooperation…

Beide Spektren bleiben also ge­trennt.

Braun: Alles andere würde zur Zeit beide Seiten überfordern. Und wäre auch nicht sinnvoll, sprechen doch beide Bewegungen unterschiedliche »Milieus« an.

Shahyar: Die Kulturen sind sehr un­terschiedlich. Man wird nicht immer stärker, wenn man alles zusammen­schmeißt. Aber der Versuch der Spal­tung muss durchbrochen werden. Überall dort, wo es bereits eine ver­stärkte Zusammenarbeit gibt, läuft es derzeit am besten – in Düsseldorf, Hamburg, Aachen, Nürnberg.

Dezentrale Aktionen wirken nicht sehr schlagkräftig. Ab und an müs­sen Bewegungen ihre Stärke an ei­nem Ort unter Beweis stellen, wol­len sie wahrgenommen werden.

Frings: Ja, für die kommenden Mo­nate brauchen wir Orte für die Verdichtung der vielfältigen Friedens­bewegung – gemeinsame überregio­nale Aktionen. Die Politikerinnen sollen damit rechnen müssen, dass die Bevölkerung Kriegstreiberei nicht kritiklos hinnimmt.

Braun: Es stimmt, eigentlich braucht es solche Zuspitzungen. Aber viel­leicht ist es dazu noch zu früh. Die klassische Friedensbewegung sollte im Herbst eigene Aktionen gegen die Kriege in der Welt auf die Beine stel­len. Wenn es dabei zu mehr Ge­meinsamkeiten käme, wäre dies si­cher für die Stärkung der Anti­kriegsposition sinnvoll.

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Lea Frings, 31, wohnt in Berlin und arbeitet als Journalistin. Seit sie 16 ist, ist sie bei antifaschistischen, antikapitalistischen und globalisie­rungskritischen Protesten und Aktionen gegen Atomkraft dabei. Seit fünf Jahren ist sie Mitglied der LINKEN.

Reiner Braun, 61, ist seit 1981 in der Friedensbewegung aktiv und hauptberuflich beschäftigt. Der Historiker ist Geschäftsführer der Initiative »Internationale Juristen und Juristinnen gegen den Atom­krieg« (IALANA) und einer der Sprecher der Kooperation für den Frieden, in der sich mehr als 50 friedenspolitische Organisationen zusammengeschlossen haben, von der DFG-VK und WN-BdA über IPPNW bis hin zu Pax Christi.

Pedram Shahyar, 40, war viele Jahre einer der Köpfe von Attac, verfolgte den Arabischen Frühling in Kairo mit und engagiert sich jetzt bei den Montagsmahnwachen für den Frie­den. Der Literaturwissenschaftler be­treibt eine Social-Media-Agentur, hat zuweilen Lehraufträge an der Freien Universität Berlin und unterrichtet argentinischen Tango in Kreuzberg.

EIN WÄCHTERRAT – STÄDTE – BEKENNTNISSE UND DER KADAVER EINES TRAUMES … EINE VERSCHWÖRUNGSTHEORIE

Quelle zum Original: http://frolovwerk.wordpress.com/2014/09/18/ein-wachterrat-stadte-bekenntnisse-und-der-kadaver-eines-traumes-eine-verschworungstheorie/

Am Anfang stand ein Mann, dessen Initiative Bewegung in unser Leben gebracht hat.

Vielleicht werden schon bald die ersten Bücher über unsere Zeit geschrieben werden. Kluge oder schlaue Autoren werden
auf Spurensuche gehen, die Ereignisse rekonstruieren und sich mühen, etwas Unfassliches zu fassen.

Sie werden auf etwas stoßen, was auf Grund der Banalität der Umstände in Kombination mit einer perfiden Strategie bisher unterhalb des Radars unsichtbar war.

Es wird sehr betroffene Stimmen geben. Menschen werden sich an ihr verstörendes Bauchgefühl an den entscheidenden Punkten erinnern und sich vielleicht eingestehen – sie wussten eigentlich von dem Betrug, aber wollten ihre Hoffnungen nicht aufgeben, das Offensichtliche nicht wahrhaben.

Berlin …  Ostern 2014

Am Potsdamer Platz in Berlin stehen TAUSENDE Menschen auf einer Kundgebung. Seit Wochen schon haben sich in Berlin am Brandenburger Tor jeden Montag Menschen versammelt, um gemeinsam auf die Entwicklung in der Ukraine und die Kriegsgefahr in Europa aufmerksam zu machen. Die Kundgebungen waren authentisch – die Empörung der Menschen
echt. Die Themen waren glaubwürdig und auf eine Art fühlten wir die Wahrheit, die darin lag, zusammen für Frieden zu stehen.

Der Geist der ersten Mahnwachen … Wir sind eins – wir sind Menschen, die die unerträglichen Widersprüche zwischen offizieller Welterklärung und individueller Welterfahrung nicht mehr ertragen wollen. Und wir sind mit dem Gefühl, dass etwas total falsch läuft nicht alleine – wir fühlen uns den anderen, egal mit welchem weltanschaulichen Hintergund oder welcher politischen Strömung, zugehörig und tief menschlich verbunden. Gemeinsam – miteinander – zusammen, diese Worte bekamen endlich, nach Jahren der Entbehrung und der fortwährenden ENT – TÄUSCHUNG, wieder eine Bedeutung.

Wir waren es, die endlich das trennende und vergiftende Klima zu überwinden wagten. Die den Menschen im Menschen erkennen und würdigen wollten. Wir waren seit sehr sehr langer Zeit die ersten, die sich wagten die IDEE der gleichen Rechte aller Menschen zu leben – die sich trotzig und mutig dem Gift des Lagerdenkens entziehen wollten UM zuzsammen mit allen ! Menschen die GEMEINSAME VERANTWORTUNG für die Zukunft zu wagen und jeden ! mit offenen Armen zu begrüßen, der sich als Mensch zu erkennen gab. Jeden, der bereit war Ideologien, Argwohn und Gegnerschaft aufzugeben, um sich mit seinem selbstverantworteten Beitrag auf die Suche nach Wegen zu Kooperation und Gerechtigkeit zu machen.

Es waren die Tage der Zuversicht und des Vertrauens – die Tage der Zuversicht und des Zusammenhaltes.

NEU RECHTS

Anerkennung … zur Kenntnis genommen werden, das himmelschreiende Schweigen unserer Medien, unserer Politiker und unserer Würdenträger aus Kultur und Wirtschaft beenden !

Das tausendfache Geschwätze und Drumherumgerede auf allen Kanälen, die Lügen und Beschwichtigungen UND die Logik der Konfrontation – eines Krieges in Europa, eines Krieges angezettelt von den NATO Vasallen … es war genug.

Wir waren auf der Suche nach Anworten auf die Fragen unseres Lebens, dort wo die alten Erklärungen nur noch lächerliche oder provozierende Phrasen geworden waren.

Und siehe da, die üblichen Verdächtigen traten auf den Plan, um uns Legitimität ab- und übelste Menschenverachtung zuzusprechen. Mit dem Gegenwind der Medien hatten wir gerechnet. Mit dem Sturm einer massiven Hetzkampagne einiger Wortführer der LINKEN konnten wir niemals rechnen.

Es tat so unendlich weh und war so verletzend, gerade von denen aufs unversöhnlichste angefeindet zu werden, die Geschwister im Geiste der Menschenwürde und Gefährten beim friedlichen Widerstand gegen Kriegspropaganda und Konfrontationspolitik sein sollten. Das Unfassbare war die Legende von den Rassisten, Antisemiten und organisierten Nazis auf unseren Kundgebungen.

WIR WURDEN GEBANDMARKT ALS NEURECHTE – ALS GEFÄHRLICHES SAMMELSURIUM DER ÜBELSTEN TYPEN VOM RECHTEN RAND !

Gebrandmarkt von denen, denen wir vertrauen wollten – denen wir die Hände reichten. Verleumdet und mit Hetze überzogen, schlimmer hätte uns keine Medienkampagne treffen können, als diese ABURTEILUNG VON LINKS !

HEILSBRINGER

Und zum Zeitpunkt der größten Ratlosigkeit – wie wir dieser PROPAGANDISTISCHEN VERNICHTUNG aller unserer Ideen
und unseres Anspruches als Menschen zusammenzustehen, ohne Ansehen der politischen, religiösen, ethnischen, kulturellen oder sozialen Prägung, friedlich widerstehen können – tauchten die Heilsbringer auf.

Es waren die, die auf unseren Mahnwachen herumgeschlichen waren auf der Suche nach organisierten Neonazis … und es waren die einzigen, die solche dort je gesehen haben wollten.

Schade, denn hätten sie sich so wie alle anderen auch, für die Inhalte der Reden und den inspirierenden Geist der Kooperation und der einigenden IDEE des MITEINANDERS anvertraut … hätten sie vielleicht den Wert dieser Bewegung verstanden.

Die Geschichte ist so banal … nachdem die linken Wortführer und EXPERTEN FÜR DIFFAMIERUNGSKAMPAGNEN uns Menschen vor und auf den Bühnen zu NEU RECHTEN und als Versammlung von Anhängern übler Theorien und menschenfeindlicher Konzeptionen erklärt hatten, begannen wir hysterisch mit einem fatalen Anpassungsprozess.

Der Differenzierungswahn von allem für Linke Verdächtigem begann, als genau der TYPUS linker Berufsagitatoren auf die Bühnen kam … die uns eine Art von Legitimation suggerierten, wenn wir die nun etikettierten RECHTEN und RASSISTISCHEN HETZER nicht mehr auf unseren Mahnwachen dulden würden.

Es war so einfach … so unglaublich einfach. Erst haben die linken Wortführer ein für unsere Bewegung existentielles Problem erzeugt und uns als NEU RECHTS gebrandmarkt – und dann IHRE IDEOLOGIE des Bekämpfens Andersdenkender als Lösung suggeriert.

Sie haben die linken Ideen vieler Menschen missbraucht, um uns allen mit der Rechtsverdächtigung Ihre Ideo-logik von Ausgrenzung, Spaltung und Kampf aufzuzwingen.

Diese Heilsbringer forcierten einen Exzess der gegenseitigen Gesinnungskontrolle und öffentlichen Differenzierung von uns selber – indem sie, ohne jemals ! eine eigene plausible PERSPEKTIVE transparent und öffentlich darzustellen, missliebige Personen oder Positionen verdächtigten, um mit ihrer MORALISCHEN VERURTEILUNG ein inquisitorisches Klima zu erzeugen.

IDEOLOGIE VON SPALTUNG UND KAMPF

Linken Dogmatikern nützt keine Einheit und kein Zusammenhalt. Es ist ihre einzige Chance eine Bewegung zu dominieren und Stück für Stück auf ihre LINIE zu bringen, wenn sie die Deutungshoheit über die Inhalte der Bewegung gewinnen.

UNWIDERSPRECHBARE MAXIMEN wie humanistische Grundausrichtung oder Frieden werden formuliert und all jene verdächtigt, diese “Werte” nicht zu teilen – die der eigenen Ideologie oder dem eigenen Machtanspruch nicht nützlich sind.
Stück für Stück wurden die Inhalte umgedeutet und der FEIND in den eigenen Reihen suggeriert.

Die Methode ist einfach und wird von hunderten in Gesinnungsgeiselhaft genommenen Unterstützern der Mahnwachen angewendet, um ihre eigene Geltung herzustellen und Andersdenkende zu diffamieren.

Dazu reichen einzelne Zitate und Aspekte von Sichtweisen oder das Thematisieren von Positionen – die von den Parolen und Direktiven der Gesinnungswächter abweichen. Das alles wird und wurde von sehr vielen Menschen akzeptiert, weil man vorher über Wochen ein öffentliches Klima der Diffamierung als NEU RECHTS erzeugt hat – und die Wortführer entweder mit Verdächtigungen nach innen ODER mit der NOTWENDIGKEIT EINER FRIEDLICHEN AUßENWIRKUNG ihre Themenausgrenzung begründen konnten.

Solche absurden ! Ideen wie die Kooperation mit der Antifa wurden von der Berliner Orga schon Ende April nichtöffentlich per Kollaborationsersuchen vorgebildet. Innerhalb der Berliner Orga sahen und sehen sich viele Mahnwachenmacher als Antifaschisten und sind unfähig mit jedwedem manipulativem VERDACHT gegen vorgeblich rechte, antisemitistische oder homosexuellenfeindliche Tendenzen anders umzugehen – als reflexartig ihre Unversöhnlichkeit mit den Verdächtigten zu versichern und vollkommen irrational alles, was die so Verdächtigten tun oder lassen für BEWEISE zu halten.

Die Logik dieser Prägung hat ein Selbstverständnis einer wortführenden Gruppe der Berliner Orga erzeugt, dass alle Entscheidungen – sich von verdächtigen Personen oder Positionen zu distanzieren und diese ÖFFENTLICH WOCHENLANG ALS GEFAHR FÜR DIE AUßENWIRKUNG ZU DIFFAMIEREN – als Notwendigkeit angesehen wurden.

Die Hardliner der LINKEN GESINNUNGSDIKTATUR haben dieses Klima extrem gefördert, so dass aus einer ehemals auf die KERNTHEMEN der Aufklärung über Kriegspropaganda, Geldbetrug, Systemmedien und die Herstellung Demokratischer Verhältnisse gerichteten Bewegung, eine in Lager zerfallende und implodierende RESTMAHNWACHE in Berlin wurde.

Die Unterstützer und Akzeptierer dieser Entwicklung haben die Mahner und Streiter, für die einst von allen gemeinsam getragene Solidarität und Pluralität, erst ignoriert und dann massiv abgeblockt UM den vermeintlichen Weg der Heilsbringer in eine große, wirkliche FRIEDENSBEWEGUNG gegen KAPITALISMUS, BARBARISCHEN DEUTSCHEN NATIONALISMUS UND FASCHISMUS zu verteidigen.

Der Verrat an der Idee der Lagerfreiheit … nicht links, nicht rechts, nicht oben, nicht unten … hat uns korrumpiert und aus Menschen, die alle ! gemeinsam für friedlichen Widerstand eintreten wollten, FRIEDENSSOLDATEN oder GEFÄHRDER DER BEWEGUNG gemacht.

DER SPRECHER

Eine der zentralsten Figuren der Bewegung ist der SPRECHER. Ein extrem aufmerksamer Mensch, der über die Fähigkeit,  Themen auf Resonanzfähigkeit abzuklopfen und dann zustimmungsfähige LEITSÄTZE zu kreieren hinaus, über eine Reputation als Medienopfer und Wahrheitsverkünder verfügt.

Mit Charisma und dem Talent Menschen aus der Seele zu sprechen und ihrer Empörung und Wut (s)eine Stimme zu geben,
war und ist der SPRECHER für viele Menschen die Integrationsfigur. Von Anfang an hat er auf die aktuellen Probleme hingewiesen und mit Zeitgespür und strategischem Kalkül die Positionen seiner Gespächspartner aus dem Spektrum der Systemkritiker mit aufklärerischen Beiträgen bekannt gemacht. DAS IST DER PUNKT …

Laut, mutig und vor allem zu allem entschlossen hat der SPRECHER die linken HEILSBRINGER und ihre Ideen, unsere Bewegung zu formen, beglaubigt und zu seinen “Partnern” gemacht. Die Irritationen seiner Iloyalität gegenüber ehemaligen Gefährten haben wir befremdlich wahrgenommen und als Formkrise und Resultat der langen Zeit des Gemobbtwerdens verstehen wollen. Die Heilsbringer waren begeistert von diesem prominenten SPRECHER und seiner Kollaboration. Eine Art Dreamteam im Kampf für die “richtigen Themen und Inhalte” ! Und die Hardliner der LINKEN GESINNUNGSDIKTATUR übernahmen bereitwillig die weitere Ausrichtung auf internationalistische, antifaschistische und antiimperialistische Parolen und betrieben systematisch die Etablierung ihrer Ausgrenzungspolitik – waren besessen von ihrer Mission, dem harten Kampf gegen Andersdenkende oder konservative Themen.

Unterdessen wurde der SPRECHER immer mehr zum Verkünder der Verinnerlichung, der Friedenskooperation und siehe da, der NEUEN APO. Nicht etwa zum Ausgrenzer von “seltsamen Themen” … nein, das erledigten die Politkomissare … nein, der SPRECHER stellte nicht nicht dagegen. Sein Credo war, ZUALLERERST MÜSSEN WIR DIE KRIEGSGEFAHR ANPRANGERN – DIE KONFRONTATION MIT EINER ATOMMACHT VERHINDERN !!! Erst, wenn wir als eine richtig breite Friedensbewegung, ohne weniger wichtige Themen, eine ABKEHR von diesem Wahnsinn der Konfrontation hinkriegen, dann werden wir überhaupt noch leben und die anderen jetzt unwichtigen Themen sicher auch von Mythen befreien.

So hat sich der NEUE APO STRATEGE und FÜHRER unsichtbar gemacht für uns. Er war nicht in die harten Debatten verwickelt und hat selbst immer vor der von ihm forcierten Spaltung gewarnt und aufgefordert der Bevormundung zu widerstehen. Wir konnten seine treibende Rolle bei der Installation der LINKEN GESINNUNGSSOLDATEN nicht erkennen, weil er sich für Pluralität ausgesprochen hat und bei Kontroversen stets im Hintergrund blieb. Einzig seine Beteiligung an
einem Bannbrief musste er leisten, um den LINKEN FRIEDENSKÄMPFERN seine Zuverlässigkeit zu beweisen.

In Zeisig hat er mit seinen LEITSÄTZEN brilliert und die Gleichschaltung der Bewegung mitorganisiert. Unsichtbar und über jeden Verdacht erhaben. Möglicherweise hat nie jemand nachgedacht ob der SPRECHER überhaupt ein LINKER ist ?

Jetzt haben die Städteorgas einen Beschluss über inhaltliche Vorgaben abgeliefert und die Bewegung so umgedeutet, dass eine Verhandlungsmasse für eine Kooperation mit der großen Friedensbewegung – Stichwort Kalkar – endlich möglich ist.

Der SPRECHER hat die LINKEN FRIEDENSSOLDATEN die Säuberungsaktion machen lassen. Die “Rechten Feinde” der Bewegung sind zusammengeschossen und ein Netzwerk geblockt. Der Weg über die MAHNWACHEN zu entscheidendem Einfluss auf die große FRIEDENSBEWEGUNG als EINTRITTSKARTE in die FÜHRUNG der europäischen APO ist geebnet.

Der SPRECHER ist entschlossen sein NETZWERK an systemkritischen und prominenten GESPRÄCHSPARTNERN mit einzubringen – (s)eine Entscheidende Rolle bei der NEUEN EUROPÄISCHEN APO zu übernehmen und …

…. sich für eine FÜHRUNGSPOSITION der künftigen POLITISCHEN ELITE EUROPAS zu qualifizieren – wenn der unausweichliche ZUSAMMENBRUCH der bestehenden Strukturen die entstehende NEUE APO in die politischen Strukturen Europas und eine globale Weltordnung einbinden wird.

Wir können diesen SPRECHER nicht erkennen, er macht sich mit seinen Themen, seiner Geschichte und seinem Etikett als Investigativjournalist zu einem von uns. Skrupel scheint er nicht zu kennen, seine intellektuelle Überlegenheit und seine unbedarfte Ausstrahlung täuschen über seine Ambitionen hinweg … denn wir sind seine ZIELGRUPPE. Warten wir ab, wie das gemeint ist.

DIE BOTSCHAFT

WER WIRKLICH UND GLAUBWÜRDIG FÜR DEN FRIEDEN IST – STELLT SEINE RANDGRUPPENTHEMEN ZURÜCK UND HÖRT AUF  DIE BEWEGUNG DAMIT ZU SCHWÄCHEN. FRIEDEN KÖNNEN WIR NUR ERREICHEN, WENN WIR ALLE ZUSAMMENSTEHEN UND GEMEINSAM MIT DIESEM THEMA HUNDERTAUSENDE VON DER NOTWENDIGKEIT UNSERES FRIEDENSKAMPFES ÜBERZEUGEN KÖNNEN. DIESES THEMA KENNEN DIE MENSCHEN – DAMIT ERREICHEN UND MOBILISIEREN WIR MASSEN.

Diese UNWIDERSPRECHLICHE Botschaft hat einen Sinn … alle Vertreter unerwünschter Positionen mit der Friedenskeule in die Ecke der Störer und Spalter zu kicken UND der Friedensarmee einzuhämmern, dass provozierende Themen die Menschen abschrecken würden und die Bewegung wegen diesen konservativen oder rechtslastigen Störern gespalten ist.

EIN TRAUM UND SEIN KADAVER

Wir waren eins. Die aufgewachten Träumer überbieten sich in einer CHARMEOFFENSIVE … beschwören die Einigkeit und tun ihren persönlichen Willen zu gegenseitigem Respekt laut und immer lauter kund – beklatschen ihre “neue Kommunikativität”.

Hysterisch, gefühlvoll, bestimmt und in diversen anderen Erkenntniszuständen wird die Spaltungsrealität als Folge der Störer, der falschen Themen und der Vereinnahmungsversuche aus der konservativen, rechten oder verschwörungstheoretischen Ecke gedeutet.

Fehler machen wir plötzlich alle  –  verantwortlich sind die anderen.

Der Kadaver eines Traumes wird umtanzt, von seinen Verrätern. Er wird beschworen wie ein krankes Wesen, dem mit symptomatischen Korrektürchen Leben eingehaucht werden kann. Sentimentale Beschwörungen, dort wo einst lebendiges und respektvolles Miteinander war.

Die Verantwortlichen predigen endlich die SCHULDFRAGE wegzulassen, während sie nach Luft schnappen und erklären, wer Schuld sei UND wer nicht. Eine Friedensrunde haben sie vertan – nun wird es den Frieden ohne sie geben.

Die glaubwürdigeren unter den Wortführern haben schon lange subversive Signale verstanden und gesendet … und sich als Menschen erkennbar gemacht – wer zu spät kommt …. na, wir werden sehen.

Den LINKEN GESINNUNGSKOMISSAREN dämmert bereits, dass andere in eine ZUKUNFT gehen – ohne Bevormundung und mit all jenen, die sich weiterentwickeln konnten – weiterentwickeln durch die brutalen Erfahrungen mit den letzten gescheiterten Klassenkämpfen dieser  angstbesessenen “LINKEN”  TOTALITARISTEN, die einem viel schlaueren und weitsichtigeren SPRECHER auf den ambitionierten Leim gegangen sind. Sehen wir, wielange sie noch nützlich sind.

Die Zentralisten haben den MUT und die KRAFT, die kooperativen Elemente zu erkennen und zu entwickeln und über das menschliche MITEINANDER integrative Ansätze für all jene zu bilden, die PLURALISTISCHE KONZEPTIONEN als das verstehen, was sie für uns alle einst bedeuteten …. Für alle MENSCHEN DIE GLEICHEN RECHTE … nicht nur für die dem eigenen Lager zugehörigen “richtigen” Menschen.

Der letzte peinliche Aufguss des MAHNWACHENVERWALTUNGSTREFFENS in Zeisig hat einen Sinn, der sich all jenen längst erschlossen hat – die gegenseitige Verantwortung und ein Miteinander der Menschen auch ohne UN-Menschenrechtscharta verstanden haben … diese hilft nämlich den totalitären oder Ideologie geführten Mahnwachenmachern auch nicht, den Sinn der Menschenrechte zu erfassen.

EIN NEUES NEST

Nun haben wir ja spannende Zeiten und neue Entwicklungen. Sich wendende Pioniere der Bewegung und unser neues WEB 0.3 … Nachdem unbequeme Aktivisten der Mahnwachenbewegung als Abweichler von den Hauptseiten der Mahnwachen in einer “siegreichen” SÄUBERUNGSAKTION entfernt wurden – gibt es jetzt aus aktuellem Anlass die Mahnwachenmedien … die neue unabhängige Internetplattform. Die Kontrolle über die Kommunikation ist ein Herrschaftsintrument … davon befreien wir uns UND machen unsere eigenen Medien – BERLINER LINIEN TREU.

Vorher konnten nur die Nachrichtendienste mitlesen, welche Gedanken wir intern austauschten – jetzt können das endlich auch die eigenen Leute. Unser Nest muss ja sauber werden – keinen Fußbreit den Störern, Verschwörungstheoretikern, konservativen Themen und den NEURECHTEN GESPENSTERN mit ihren Ideen vom Pluralismus, von Transparenz und gleichen Rechten für alle Menschen.

DIE STÄDTE

Die Städte sind die Städte … und sie sind die Zukunft dieser Bewegung als Teil eines gesellschaftlichen Lernprozesses.
In den vielen Mahnwachen wird ganz ohne ZENTRALE INHALTSDIREKTIVE oder bevormundende Beschlüsse das Leben probiert. Das Miteinander oder Nebeneinander der Positionen … das Aushalten und das Auseinandersetzen.

Die Städte sind frei – sie haben erlebt was sie NICHT brauchen. Führung und Feinde.

Die Städte sind Menschen, die diese Erfahrung brauchten um die DIMENSION  DER SOUVERÄNITÄTSFRAGE zu erkennen.

In unserem Land und überall auf der Welt wird das Volk der Souverän sein !

Die Städte sind das VOLK ! … nicht ein VOLK … und sie sind die Keimzelle einer künftigen Zivilgesellschaft aus der Mahnwache heraus.

Die Frauen und Männer der Städte – die Laien und die Experten – die Menschen vor und auf den Bühnen, sie sind
Basis und die Träger des tiefens Wissens der kooperativen Potentiale aller Menschen.

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DANKSAGUNG

Ich danke allen an der Entstehung meiner Verschwörungstheorie Beteiligten für Ihren inspirierenden Beitrag.

Den genannten und den ungenannten Akteuren dieser “Geschichte (m)eines Traumes” – ich danke denen, die diesen Traum teilen können und ich danke ausdrücklich denen, die uns schonmal gezeigt haben wie der Alptraum einer GEFÜHRTEN BEWEGUNG für die Zukunft aussehen könnte.

Meine herzlichen Grüße an alle engagierten, ambitionierten und desillusionierten Leser dieser Geschichte.
Zufällige Ähnlichkeiten mit Personen oder Handlungsweisen sind Gleichnisse – nur eine Geschichte eben.

Und wie es in Geschichten so sein sollte, die Rollenverteilung ist beispielhaft für Menschsein, für alle Aspekte von Wahrhaftigkeit, List, Eitelkeit. Liebe und Hass, Gläubigkeit und vorallem von irrationaler Angst. Wie wir diese Rollen weiterspielen liegt in unseren Händen – spielen wir sie gemeinsam und in gegenseitiger Verantwortung, werden wir Teil einer friedlichen Zunkunft.
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Einigkeit nützt niemandem – jedenfall keinem der im Ring der bisherigen Verhältnisse mitspielen will UND die Spielregeln akzeptiert, danach spielt. Die wichtigste Spielregel Teile und Herrsche, lasst eucht teilen und damit beherrschen !

Wollen wir die Verhältnisse ändern – müssen wir die Regeln überwinden. Im friedlichem Wiederstand – gemeinsam.

Die Menschen auf den Mahnwachen haben erstmals diese Spielregel zum Problem erklärt und können sie brechen.

Ihr seid meine HELDEN ! alle – ich liebe euch Menschen

„Die neue Art zu revoltier’n“ – DER FILM zur bundesweiten Friedensmahnwache am 19. Juli

Veröffentlicht am 08.08.2014

„Im März 2014 fragte sich Lars Mährholz wieso kein Mensch in Deutschland auf der Straße gegen die unerträglichen Missstände demonstriert. Also machte er den Anfang und gab damit den Impuls für eine neue Bewegung, die sich innerhalb weniger Wochen auf alle Kontinente ausbreitete.

Für diesen Film begleiteten die Filmemacher Frank Höfer und Jan Gaertig 4 Monate lang die ersten Friedensmahnwachen 2014 in Berlin und Leipzig und dokumentierten die ersten Selbstfindungsprozesse einer neuen Bewegung eines neuen Bewußtseins.

Seither sind insgesamt 8 Filme entstanden, welche allesamt kostenlos veröffentlicht worden sind. Die DVD enthält auch den neuesten Film „Die neue Art zu revoltier’n“, entstanden auf der bundesweiten Mahnwache für den Frieden am 19. Juli in Berlin.

http://www.nuovisoshop.de/dvd/nuoviso…

Mit dem Kauf dieser DVD, habt ihr trotz der kostenfreien Veröffentlichung die Möglichkeit uns zu unterstützen um viele weitere Produktionen dieser Art möglich zu machen. Insgesamt umfasst die DVD 240 min mit Filmen, Hintergrundberichten und Interviews. Neben dem neuesten Film „Die neue Art zu revoltier’n“ enthält die DVD noch folgende Filme:

Jetzt erst recht
Neuauflage einer Revolution
Come together
Quo vadis?
(R)evolution
Give Peace a chance
Die Zukunftsarchitekten
Die neue Art zu revoltier’n“

Ein Geschenk an die Friedensbewegung (2014)

Dieser Film ist nicht nur ein Geschenk an die gesamte Friedensbewegung, sondern auch ein „Muss“ für jeden Friedensaktivisten! Dies ist die Fortsetzung der Dokumentation mit dem Titel „Die Wahrheit über die Friedensbewegung“! Diese Aufnahmen stellen ein Stück Zeitgeschichte dar! Und zwar unverfälscht und original! Für Frieden in Europa und auf der Welt! Vervielfältigung ist erwünscht!

Ein ehrlicher Bericht über die Mahnwachen (2014)

Veröffentlicht am 01.07.2014

„Selbst nach Monaten verschweigen immer noch die meisten großen Medien die neue Friedensbewegung! Wenn doch darüber berichtet wird, handelt es sich dabei fast immer um Diffamierung, Denunzierung und Desinformation! Entweder sie berichten gar nicht darüber oder sie verleumden, verharmlosen und machen die neuen Mahnwachen für Frieden lächerlich! Doch Sputnik hat den Mut erwiesen und in einem absolut hochwertigen Bericht Solidarität zum Ausdruck gebracht und ehrlich und realistisch berichtet!“

Montagsdemo 2.0 – DER FILM # Phase 1

„Mit einer Neuauflage der „Montagsdemonstrationen“ startete Lars Mährholz im März 2014 eine neue Friedensbewegung, welche sich innerhalb weniger Wochen auf über 100 Städte und Zehntausende Teilnehmer ausdehnen sollte.

Diese Bewegung ist neu. Das stellten auch schnell die etablierten Medien und Politiker fest, als sie die neue Bewegunng nicht verorten konnten. Pauschal knüppelte man mit der Nazikeule gegen jeden der Teilnehmer und unverunglimpfte viele Redner und auftretenden Künstler als potentielle Antisemiten.

NuoViso Filmproduktion begleitete die Berliner Orga um Lars Mährholz sowie die Mahnwache in Leipzig über viele Wochen hinweg. Mit der Dokumentation „Phase 1“ zeigen wir die Anfänge der Bewegung sowie die ersten Konfliktsituationen und deren daraus resultierenden Strukturbildeprozesse.

Phase 1 zeigt eine neu entstandene Bewegung, welche sich beginnt über die eigene Schwarmintelligenz bewußt zu werden und führt zu dem Punkt an welche sich aus den stillen Mahnwachen eine sprichwörtliche „Bewegung“ herausbildet….“