„Demokratisierung“ im Sinne des Westens. Beispiel: Libyen

Libyen_Vor_und_danachWenn wieder von „Demokratisierung“ die Rede ist …

Quelle: https://www.facebook.com/pages/Wahrheitsministerium/1474126962839322

Zur Erinnerung: Libyen war so eine eindrucksvolle Demokratisierung!

Libyen war das reichste Land Afrikas und Gaddafi war nicht bereit, um jeden Preis die Regeln der USA einzuhalten. Also musste er aus dem Weg geräumt werden.
Zu den Fakten:
Dass Gaddafi ein „Verbrecher gegen die Menschlichkeit“ war, wissen wir aus den Medien des Westens. Was wir nicht wissen, ist, was der afrikanische Staatsführer für sein Volk de facto erreichen konnte:
So wurden junge Familien auf vielerlei Art unterstützt, Bildung und medizinische Behandlungen waren kostenlos (!) und Gaddafi war unter seinem Leitspruch „al-bait li-sākinihi“ bemüht jedem Bewohner sein Heim zu geben. [1] Die Alphabetisierungsrate lag bei 88,5 %. [2] Zum Vergleich blicke man auf die Nachbarländer Tschad (47,5%) oder Niger (17,6%). Autarkie und ein gesunder Bauernstand wurden angestrebt: Ackerland, Bauerhäuser, Geräte, Saatgut und Vieh bekamen angehende Bauern kostenlos. Der Benzinpreis lag bei 0,09 Euro für den Liter, Diesel gar bei 0,04 Euro. Wer in Gaddafi´s Libyen ein Unternehmen gründen wollte, bekam umgerechnet 20.000 Dollar Starthilfe.
Doch die eigentlichen Verbrechen in den Augen des Westens (denn diesen hatte die „Gaddafi-Diktatur“ 40 Jahre lang nicht gestört, als wirtschaftlich alles rund lief) beging Muammar Gaddafi, als er sich aus den Fängen der Hochfinanz und dem Diktat des Dollars befreien wollte:
– Wasserrechte und Entwicklungen sollten vermehrt dem eigenen Volk gehören
– Aufbau eines eigenen Kommunikationsnetzes in Afrika
– Ein afrikanisches, unabhängiges Monetärsystem sollte errichtet werden
– Die Unabhängigkeit der Finanzmärkte Afrikas war das Ziel
– Die Ablösung des Dollars als Währungsgrundlage des afrikanischen Wirtschaftsraumes wurde angestrebt
– Der Dollar sollte nicht länger die Öl-Leitwährung sein
– Alle Banken gehörten im Gaddafi-Libyen dem Staat. Die erste Handlung der NATO-„Befreier“, als sie als „Übergangsregierung“ posierten, war ein Dekret, das die staatliche Zentralbank auflöste und eine neue Zentralbank im Privatbesitzt begründete.
2008 entsprach das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (BIP) 16.165 US-Dollar. Würde man alle Nachbarländer Libyens zusammen zählen, wäre deren Gesamt-BIP noch immer geringer. [1] Ein Jahr später begann der „arabische Frühling“, finanziert und unterstützt durch die CIA, zur Vorbereitung des militärischen Angriffs durch das USA-NATO-Bündnis im Frühling 2011.
Doch die Pläne zur Attacke gegen Libyen sind viel älter. Bereits im Jahr 1992 artikulierten die USA ihre Gelüste in Libyen einzufallen. Der frühere NATO-Oberbefehlshaber, General Wesley Clark, erklärte in seinem Buch „Winning Modern Wars“ (2004, S. 130), dass das Pentagon Libyen eindeutig als Ziel von kommenden USA-NATO-Interventionen im Visier hätte.
[1] http://www.ag-friedensforschung.de/regio…/Libyen/besold.html
[2] Gemäß Fischer Weltalmanach 2012, S.543: 88,5 %.
[3] Algerien, Ägypten, Tunesien, Niger, Tschad und Sudan zusammen hatten 2008 weniger BIP als Libyen.
http://de.kushnirs.org/makrookonomie/gdp/gdp_libya.html

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